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Esssucht: Warum wir zu viel essen

Esssucht: Warum wir zu viel essen

Früher war Essen eine Notwendigkeit, um ausreichend Energie für den Tag zu haben. Heute ist es aber eher zu einem Problem geworden. Wo sich vor einer Zeit noch die gesamte Familie versammelt hat um gemeinsam zu Essen, isst heutzutage jeder für sich und wenn es dann doch mal mehr ist, bekommt es ja zunächst einmal keiner mit.

Essen hat sich längst zu einer Besessenheit entwickelt. Viele der Symptome von Esssucht sind identische mit denen einer Drogenabhängigkeit. Sie betreffen die selben Bereiche des Gehirns und es sind die selben Neurotransmitter beteiligt.[1] Wir kaufen Fast Food, essen obwohl wir überhaupt kein Hunger haben, denken an die nächste Mahlzeit während wir den Mund voll haben und für manche ist Essen der Antrieb. Esssucht ist ein Problem und wir haben daher einige Gründe für dich zusammengefasst, wieso du zu viel isst und wie du das Problem lösen kannst.

Inhalt

→  Food-Demenz
→  Kindheitstrauma – Süße Belohnung
→  Fast Food macht süchtig
→  Netflix and Eat
→  Je größer, desto besser
→  Schlafmangel und Stress
Was du wissen solltest
  • Die Symptome von Esssucht sind identische mit denen einer Drogenabhängigkeit.
  • Wir essen unbewusst mehr als wir brauchen.
  • Wie belohnen uns zu oft mit den falschen Lebensmitteln.
  • Wir müssen achtsamer sein, wenn wir eine Mahlzeit zu uns nehmen.

Lesedauer: 5 Minuten

Food-Demenz

Stell dir vor du kannst dich nicht mehr daran erinnern, was du vor wenigen Tagen, Stunde oder gar Minuten gegessen hast. Klingt verrückt, aber laut einer Studie aus Nordamerika gibt es das Phänomen, dass wir uns manchmal nicht daran erinnern können was und wann wir gegessen haben. Das führt dazu, dass wir einfach unkontrolliert weiter und mehr essen.[2] Mit einem Ernährungstagebuch lässt sich die Erinnerung aufrechterhalten und man weiß immer, wann man welche Mahlzeit zu sich genommen hat. Wer bewusst isst und sein essen genießt wird keine unnötigen Mahlzeiten konsumieren, auch wenn man sie ihm anbietet.

Kindheitstrauma – Süße Belohnung

Wer an seine Kindheit zurückdenkt, wird sich an die eine oder andere Situation erinnern, in der es als Belohnung häufig Süßigkeiten gab. Das war damals eine große Freude, aber heute haben viele mit den Konsequenzen zu kämpfen, denn wir belohnen uns heute selbst noch immer mit Süßigkeiten. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind und reflektieren, wann wir uns das letzte Mal mit etwas Süßem belohnt haben, wird das nicht weit in der Vergangenheit zurückliegen.

Lebensmittel sollten nie als Belohnung betrachtet werden und wir müssen unsere Sicht darauf ändern, damit wir nicht mehr so viel Essen und unsere Esssucht in den Griff bekommen. Belohn dich doch mal mit etwas großartigem, anstatt mit einer Schokolade oder einem Keks. Wie wäre es mit einem neuen Kleidungsstück oder eine Massage? Obst ist übrigens auch eine tolle Alternative als Belohnung.

Fast Food macht süchtig

Es gibt Studien die zeigen, dass Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt, einem hohen Gehalt an gesättigten Fetten und Natrium die der Einnahme von Drogen ähneln.[3] Außerdem hat verarbeitetes Junk-Food einen starken Einfluss auf die Belohnzentren des Gehirns, was durch Dopamin verursacht wird.[4] Je mehr wir also konsumieren, desto schwerer kommen wir wieder davon weg – wie bei einer Droge. Fast Food soll ja auch das Verlangen nach gesunden Nahrungsmitteln verringern, das würde erklären, warum wir in Deutschland so ein großes Problem mit Übergewicht haben.

Von einer Droge wegzukommen ist gar nicht so einfach, aber mit Ausdauer und Vernunft kann man langfristig darauf verzichten. Ein Grund, wieso wir häufig auf Fast Food zurückgreifen ist, dass wir entweder keine Lust haben zu kochen oder einfach nichts zuhause haben. Mit unsere Smart Meals hast du dein Essen immer griffbereit und brauchst dir auch keine Gedanken darüber machen, was es zuhause zu essen gibt. Sobald die feste Entscheidung getroffen wurde bewusst auf Fast-Food zu verzichten, wird es dir leichter fallen es tatsächlich zu vermeiden, da du dich nicht mehr vor dir selbst rechtfertigen musst, warum du die Notwendigkeit hattest Fast-Food zu essen.

Netflix and Eat

Sind wir während des Essens abgelenkt, essen wir mehr. Wissen tun das auch die meisten, aber dennoch läuft die Lieblingsserie während des Essens. Eine Studie hat gezeigt, dass Probanden bei einer Mahlzeit mehr aßen, wenn sie abgelenkt waren und weniger, wenn sie der Mahlzeit ihre volle Aufmerksamkeit schenkten.[5] Es dauert bis zu 20 Minuten, bis uns unser Körper das Signal gibt satt zu sein. Achten wir nicht auf die Signale, essen wir einfach weiter und mehr, als wir eigentlich brauchen.

Wer sich bewusst mit seiner Mahlzeit auseinandersetzt, den Fernseher nicht einschaltet, das Smartphone nicht zur Hand nimmt und sich an den Essenstisch setzt, anstatt auf dem Sofa seine Mahlzeit zu sich zu nehmen, wird achtsamer Essen. Es hört sich leichter an als es tatsächlich ist, aber das Ergebnis und das Wohlbefinden wird dich positiv überraschen.

Je größer, desto besser

Unbewusst assoziieren wir Größe mit besser – ein größeres Haus, ein größerer Fernseher, ein größeres Smartphone, je größer desto mehr Macht wird ihm zugesprochen. Man mag es kaum glauben, aber das gilt eben auch für unser Essen. Wenn wir Essen als soziale Aktivität betrachten und Größe als Macht sehen, ist es in der Natur des Menschen, einfach größere Portionen zu bestellen. Gerade für Männer ist es wichtig das „Alphatier“ zu sein. Wir versuchen unseren Mitmenschen zu signalisieren, dass wir mächtiger sind.

Der Psychologe Galinsky fand in einem Experiment heraus, dass Probanden mit einem größeren Kaffeebecher, einer größere Portion Pizza oder einem größeren Smoothie einen höheren Status hatten, als Personen, die sich für eine kleinere Portion entschieden.[6] Wem bewusst ist, dass wir die Größe der Portion mit unserem sozialen Status assoziieren, kann mit höherer Wahrscheinlichkeit den Kampf gegen sein natürliches Verständnis gewinnen.

Schlafmangel & Stress

Wer unter Schlafmangel oder häufig unter Stress leidet isst wahrscheinlich mehr als er eigentlich benötigt. Studien konnten belegen, dass Müdigkeit wie auch Stress Ursachen für eine Gewichtszunahme sein können. Heißhunger lässt sich in beiden Situationen auch weniger leicht abwehren. Wer sich ausreichen Schlaf gönnt, ist weniger dazu geneigt gestresst zu werden und wird dann auch wieder besser Schlafen - beides hat also einen direkten Einfluss aufeinander. Stell dir einfach einen Wecker, jedoch nicht zum aufstehen, sondern zum schlafen gehen. Du wirst es dir bereits am nächsten Tag danken.

Fazit

Esssucht ist kein Problem, das man nur dann hat, wenn man übergewichtig ist, sondern ein gesellschaftliches Problem. Wir essen unbewusst mehr als wir brauchen und sind süchtig, ohne es zu wissen. Wer bewusst und achtsam isst, wird langfristig jedes Problem mit seiner Ernährung lösen können. Es braucht Zeit und Geduld um zum einen festzustellen, dass man Eine Esssucht entwickelt hat und zum Anderen diese zu bekämpfen.

Quellen

[1] Blumenthal DM, Gold MS. Neurobiology of food addiction. Curr Opin Clin Nutr Metab Care. 2010 Jul;13(4):359-65. doi: 10.1097/MCO.0b013e32833ad4d4. PMID: 20495452.

[2] Rozin P, Dow S, Moscovitch M, Rajaram S. What Causes Humans to Begin and End a Meal? A Role for Memory for What Has Been Eaten, as Evidenced by a Study of Multiple Meal Eating in Amnesic Patients. Psychological Science. 1998;9(5):392-396. doi:10.1111/1467-9280.00073

[3] Science Confirms: Junk Food is Addictive Like Drugs. JUNE 2015.

[4] P. Rada,N.M. Avena,B.G. Hoebel. Daily bingeing on sugar repeatedly releases dopamine in the accumbens shell. 2005. Volume 134, Issue 3, 2005, Pages 737-744. doi:10.1016/j.neuroscience.2005.04.043

[5] Howard LeWine, M.D. Distracted eating may add to weight gain. MARCH 2013.

[6] David Dubois, Derek D. Rucker, Adam D. Galinsky, Super Size Me: Product Size as a Signal of Status, Journal of Consumer Research, Volume 38, Issue 6, 1 April 2012, Pages 1047–1062, doi:10.1086/661890